Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher!

Marcus Hacker
Marcus Hacker

Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin der Medizinischen Universität Wien.

Die Klinische Abteilung für Nuklearmedizin am AKH Wien gehört mit ihren mehr als 90 MitarbeiterInnen, ihrer Raum- und Geräteausstattung, ihrer 8 systemisierten Betten umfassenden Therapiestation sowie ihrer Radiochemie/-pharmazie mit Zyklotron zu den größten und leistungsstärksten nuklearmedizinischen Abteilungen Europas.

Im Bereich der bildgebenden Diagnostik werden sämtliche Verfahren der konventionellen Nuklearmedizin wie Schilddrüsen-, Skelett-, Lungen- Hirn- und Herzuntersuchungen sowie die Entzündungsdiagnostik in SPECT- und SPECT/CT-Technik angeboten. 

Zudem verfügt die Abteilung über PET/CT und PET/MR Scanner, die in Kombination mit einer breiten Palette an Radiopharmaka für individuelle und maßgeschneiderte Diagnose- und Therapiekonzepte eingesetzt werden. Hier kommt der engen Kooperation mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) sowie den zahlreichen Universitätskliniken eine entscheidende Bedeutung zu.

Einen weiteren Schwerpunkt der Abteilung bilden nuklearmedizinische Therapien von Schilddrüsen-, Leber-, Prostata- oder neuroendokrinen Tumoren mittels Beta- und Alphastrahlern.

Wir freuen uns, Sie in unserer Abteilung begrüßen zu dürfen und wollen Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten.

 

Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Hacker
Leiter der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin

Veranstaltungen

 

Die 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für NuklearMedizin (DGN) findet vom 3. - 6. April 2019 in Bremen statt weiter

 
 

News

 
   

Am 25.02.2019 wurden vom Line-Koordinator der Interdisziplinären Fallkonferenzen, Ao. Univ.-Prof. Dr. Georgios Karanikas von der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin, in Anwesenheit des Vorsitzenden des Senats der MedUni Wien, Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte (Institut für Pharmakologie) die besten Vortragenden der Lehrveranstaltung prämiert. Hier geht es zur Dokumentation der Feierlichkeit.

 
 

Mit Hilfe von PET-Bildgebung und Pathologie sollen Tumor-„Landkarten“ für präzise Therapien erstellt werden

 
 

Fr. Dr.in Sazan Rasul, PhD gewinnt den OGNMB Forschungspreis für Schilddrüsenerkrankungen 2019. Die ausgezeichnete Arbeit "[18F]DOPA PET/ceCT in diagnosis and staging of primary medullary thyroid carcinoma prior to surgery." wurde im renommierten Journal "European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging" publiziert. Der Forschungspreis ist mit € 500.- dotiert. Zu dem ging der "Allgemeine Förderungspreis Nuklearmedizin der OGNMB 2019" an ein Kooperationsprojekt zwischen der klinischen Abteilung für Nuklearmedizin und der Universitätsklinik für Urologie. Dr. Bernhard Grubmüller erhielt die Auszeichnung für seine Originalarbeit "PSMA Ligand PET/MRI for Primary Prostate Cancer: Staging Performance and Clinical Impact", publiziert im onkologischen Journal "Clinical Cancer Research". Wir gratulieren beiden PreisträgerInnen sehr herzlich!

 
 

Die Efflux Transporter ABCB1 und ABCG2 verhindern gemeinsam an der Blut-Hirnschranke die Verteilung vieler verschiedener Arzneistoffe vom Blut ins Gehirn, was deren Wirksamkeit zur Behandlung von Erkrankungen des Gehirns, wie z.B. Gehirn-Tumore, stark einschränken kann. Die pharmakologische Hemmung dieser Efflux Transporter könnte die Effektivität vieler Arzneistoffe zur Behandlung von Erkrankungen des Gehirns steigern. Leider gibt es zurzeit keine zugelassenen Transporter Hemmstoffe, was die klinische Anwendbarkeit dieses therapeutischen Konzepts stark einschränkt. In einem Kooperationsprojekt zwischen der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie und der Arbeitsgruppe „Translationales pharmakokinetisches Imaging“ der klinischen Abteilung für Nuklearmedizin (Assoc.-Prof. Dr. Oliver Langer und Assoc.-Prof. Dr. Martin Bauer) konnte in gesunden Probanden gezeigt werden, dass der Tyrosinkinase Inhibitor Erlotinib in supratherapeutischer Dosierung ABCG2 und ABCB1 an der menschlichen Blut-Hirnschranke hemmen kann und daher möglicherweise Anwendung zur Verbesserung der Gehirn-Verteilung anderer Arzneistoffe finden könnte. Diese Resultate wurden in dem nuklearmedizinischem Top Journal The Journal of Nuclear Medicine (IF 7.439) publiziert. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30237210

 
 

Transmembran Transporter der SLCO Familie (SLCO1B1, SLCO1B3 und SLCO2B1) vermitteln in der menschlichen Leber die Aufnahme vieler Arzneistoffe vom Blut in die Leber, wo die Arzneistoffe verstoffwechselt  und in die Galle ausgeschieden werden. Eine gleichzeitige Gabe von zwei oder mehreren Arzneistoffen, die von denselben SLCO Transportern erkannt werden, kann zur wechselseitigen Hemmung der Transporter führen. Dies kann die Ausscheidung der Arzneistoffe über die Leber beeinträchtigen und zu einer massiven Erhöhung der Blutspiegel führen, was schwere Nebenwirkungen verursachen kann. Um die Interaktion eines neuen Arzneistoffes mit SLCO Transportern in vitro oder in vivo zu untersuchen, werden selektive Modell Substrate für jeden Transporter benötigt. Die meisten zurzeit verfügbaren Substrate werden von mehreren SLCO Transportern gleichzeitig erkannt. Aufgrund dieses Mangels an selektiven Substraten ist die Rolle von SLOC2B1 in der Ausscheidung von Arzneistoffen weitgehend unbekannt. In einer Kooperation der Universitätsklinik für Klinische Pharmakologie mit der Arbeitsgruppe „Translationales pharmakokinetisches Imaging“ der klinischen Abteilung für Nuklearmedizin (Assoc.-Prof. Dr. Oliver Langer und Assoc.-Prof. Dr. Martin Bauer) konnten in einer Reihe von in vitro Transportexperimenten und präklinischen und klinischen PET Experimenten gezeigt werden, dass der radiomarkierte Tyrosinkinase Inhibitor [11C]Erlotinib über SLCO2B1 in die Leber aufgenommen wird. [11C]Erlotinib könnte daher eine Anwendung als PET Tracer zum besseren Verständnis der Rolle von SLCO2B1 in der Arzneistoff-Ausscheidung finden. Diese Resultate wurden in zwei pharmakologischen Top-Journals publiziert, Clinical Pharmacology and Therapeutics (IF 6.544) und Molecular Pharmaceutics (IF 4.556). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28940241; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30180590

 
 
 
 

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