Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher!

Marcus Hacker
Marcus Hacker

Herzlich willkommen auf den Internetseiten der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin der Medizinischen Universität Wien.

Die Klinische Abteilung für Nuklearmedizin am AKH Wien gehört mit ihren mehr als 90 MitarbeiterInnen, ihrer Raum- und Geräteausstattung, ihrer 8 systemisierten Betten umfassenden Therapiestation sowie ihrer Radiochemie/-pharmazie mit Zyklotron zu den größten und leistungsstärksten nuklearmedizinischen Abteilungen Europas.

Im Bereich der bildgebenden Diagnostik werden sämtliche Verfahren der konventionellen Nuklearmedizin wie Schilddrüsen-, Skelett-, Lungen- Hirn- und Herzuntersuchungen sowie die Entzündungsdiagnostik in SPECT- und SPECT/CT-Technik angeboten. 

Zudem verfügt die Abteilung über PET/CT und PET/MR Scanner, die in Kombination mit einer breiten Palette an Radiopharmaka für individuelle und maßgeschneiderte Diagnose- und Therapiekonzepte eingesetzt werden. Hier kommt der engen Kooperation mit dem Comprehensive Cancer Center (CCC) sowie den zahlreichen Universitätskliniken eine entscheidende Bedeutung zu.

Einen weiteren Schwerpunkt der Abteilung bilden nuklearmedizinische Therapien von Schilddrüsen-, Leber-, Prostata- oder neuroendokrinen Tumoren mittels Beta- und Alphastrahlern.

Wir freuen uns, Sie in unserer Abteilung begrüßen zu dürfen und wollen Ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestalten.

 

Univ.-Prof. Dr. med. Marcus Hacker
Leiter der Klinischen Abteilung für Nuklearmedizin

Veranstaltungen

 

unter Beteiligung der Nuklearmedizin. Organisiert durch BioImaging Austria / CMI am 20./21.9. 2018weiter

 

Jahrestagung der European Association of Nuclear Medicine von 13.-17. Oktober 2018weiter

 
 

News

 
   

Dipl.-Chemiker Neydher Berroterán-Infante aus der Arbeitsgruppe Radiochemie und Biomarker Entwicklung der klinischen Abteilung für Nuklearmedizin erhielt für die Fertigstellung seiner Dissertation (Synthesis of novel TSPO PET-tracers) das Stipendium der Monatshefte für Chemie, im Wert von € 10.000,-, vergeben von der Österreichischen Akademie der Wissenschaft (ÖAW), gefördert vom Springer-Verlag, ÖAW und der Gesellschaft Österreichischer Chemiker (GÖCH). In seine Dissertation arbeitet Neydher Berroterán-Infante an der Synthese neuer verbesserter Radiopharmaka für die in vivo Bildgebung des Translokator Proteins (TSPO), welches in Diskussion für einige Erkrankungen, wie diversen Krebsarten, Herzinsuffizienz, aber besonders für neurodegenerative Erkrankungen steht. Bislang existiert kein adäquater TSPO PET-Tracer, der die nötigen pharmakokinetischen und pharmakodynamischen Eigenschaften aufweist. Die neuen Substanzen, welche in Zusammenarbeit mit dem Institut für organische Chemie, Wien synthetisiert werden, werden von Hr. Berroterán-Infante anschließend radiochemisch mit Kohlenstoff-11- und/oder Fluor-18 markiert um schlussendlich PET-Radiotracer zu erhalten. Die Eigenschaften der neuen Verbindungen werden durch in vitro und in vivo Untersuchungen überprüft. Zur Person: Geboren in Puerto Ordaz, Venezuela, studierte Neydher Berroterán-Infante Chemie an der Universidad Central de Venezuela (UCV). Nach Fertigstellung seiner Diplomarbeit 2008 (Schwerpunkt: Physikalisch-Organische Chemie) begann er seiner Arbeit als Radiochemiker in der Abteilung für Nuklearmedizin einer Privatklinik in Caracas. Seit 2015 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter (Dissertant) an der klinischen Abteilung für Nuklearmedizin (Leitung: Prof. Marcus Hacker) der Medizinischen Universität Wien tätig.

 
 

Frau Dr. Sazan Rasul, PhD von der Klinischen Abteilung für Nuklermedizin publizierte die Resultate ihrer Studie “[18F]DOPA PET/ceCT in diagnosis and staging of primary medullary thyroid carcinoma prior to surgery” im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging (IF:7.27). In einer Gruppe von 32 Patienten mit sonographisch suspekten Schilddrüse-Knoten und pathologisch erhöhten basalen (bCtn) and stimulierten Calcitonin (sCtn) Werten wurden DOPA PET/ceCT Untersuchungen vor der chirurgischen Sanierung der Schilddrüse durchgeführt. Die postoperative Histologie diente als Referenzstandard für Halsultraschall und DOPA PET/ceCT Regionen basiertes Lymphknoten (LK) Staging. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass in 28 von 32 Patienten mit histologisch verifiziertem Medullärem Schilddrüse Karzinom eine erhöhte DOPA Decarboxylase Aktivität in dem primären Tumor war (Sensitivität 88%, durchschnittlich SUVmax 10.5). Die unerkannten Tumoren waren ausschließlich Tumore, die in Histologie pT1a eingestuft. Die Sensitivität des DOPA PET bei der Erkennung von zentralen und lateralen metastasierendem Hals LK waren bei 53% und 73%, im Vergleich dazu liegen die Werte bei dem Halsultraschall bei 20% und 39%. Präoperative bCtn und CEA Level als auch der cN1b-Status und die Anzahl der involvierten LK in den Halsregionen am DOPA PET/ceCT waren bzgl. postoperativen Tumorpersistenz und –rezidiv in der univariaten Regressionsanalyse prädikativ (P < 0,05). Allein der DOPA PET/ceCT cN1b Status blieb in der multivariaten Analyse signifikant (P = 0.016, relatives Risiko 4.02). Fazit: Die Studie zeigte, dass das DOPA PET im Vergleich zu Halsultraschall eine hohe Sensitivität bei der Erkennung von primären MTC und eine überragende Sensitivität bei der Erkennung von LK Metastasen hat. Die DOPA PET/ceCT Identifikation des N1b-Status sagt eine postoperative Tumorpersistenz voraus und daher kann die Implementierung einer DOPA-geführten LK-Sezierung den chirurgischen Erfolg verbessern.

 
 

Markus Mitterhauser als einer der CMI-Vertreter Österreichs in das Management Komitee gewählt

 
 

Ass.-Prof. Dr. Oliver Langer, Leiter der Arbeitsgruppe Translationale Pharmakokinetische Bildgebung, publiziert unter internationaler Beteiligung einen Review Artikel zum Thema Transporter Imaging in einem high-impact pharmakologischen Journal (Pharmacology & Therapeutics, IF: 11.127). Membran Transportproteine der SLC- und ABC-Familien sind nahezu ubiquitär im menschlichen Körper exprimiert, und spielen eine wesentliche Rolle in der Fähigkeit von Arzneistoffen und auch Radiopharmaka biologische Membranen zu passieren. Demzufolge können Membran Transporter die Sicherheit und Effektivität von Arzneistoffen als auch die Effektivität von Radiopharmaka in der Visualisierung molekularer Zielstrukturen beeinflussen. PET und SPECT mit radioaktiv markierten Transporter Substraten hat sich in den letzten Jahren als eine Schlüssel-Methodik etabliert, um die Aktivität von Transportern in vivo im Menschen zu messen. Der Artikel ist unter diesem Link abrufbar.

 
 

Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe von EANM und ESCR unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Marcus Hacker publiziert ein gemeinsames Positionspapier zur kardialen PET/MRT Bildgebung. Neben technischen Aspekten der simultanen EKG-getriggerten Bildgebung werden potentielle Indikationen dieser neuen High-End Bildgebung, welche in Österreich nur am AKH Wien zur Verfügung steht, diskutiert. Zudem werden Fallstricke dieser Untersuchung aufgezeigt und zum Thema der interdisziplinären Befundung Stellung bezogen. Das Positionspapier ist unter folgendem Link abrufbar.

 
 
 
 

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